Die fränkische Zeit
Koblenz
Die fränkische Zeit
Rechtsnachfolger des Römischen Reiches wurden die Franken. Zu Beginn des 5. Jahrhunderts wird innerhalb der alten römischen Stadtmauer ein merowingischer Königshof errichtet. Man nimmt an, dass er im Bereich zwischen St. Florin und Liebfrauenkirche gelegen war.
Bei Grabungen unter der Liebfrauenkirche vor einigen Jahren stieß man auf Reste eines christlichen Oratoriums aus dem 5./6. Jahrhundert. Wahrscheinlich befand sich hier die merowingische Pfalzkapelle. Die australischen Könige weilten oft in Koblenz. Wir kennen die Schilderung eines Empfanges der Gesandtschaft Guntrams von Orleans am Hofe König Childe-berts II. in Koblenz im Jahre 585 durch Gregor von Tours. Seit 843 (Vertrag von Verdun) gehörte Koblenz zum mittelfränkischen, seit 870 (Vertrag von Meersen) zum ostfränkischen Reich.
Der Sitz des Königshofes als Verwaltungsmittelpunkt begünstigte eine sich rasch bildende Ansiedlung. In diese Zeit fallen die Frühbauten von Liebfrauen, St. Florin und St. Kastor. Auch der Kirchenbau des St.-Florin-Stiftes, ursprünglich eine Marienkirche, reicht wohl in frühe Zeiten zurück. Bei Grabungen unter der Kirche fand man eine karolingische Saalkirche. Auch das Benediktinerkloster St. Beatus auf der Karthause soll eine frühe Gründung gewesen sein. Anfang des 8. Jahrhunderts zerstört, wurde es 1153 durch Erzbischof Albero wieder neu errichtet.
Ein Kartäuserkloster entstand an dieser Stelle erst im Jahre 1331. Das älteste noch bestehende Gotteshaus ist die St.-Kastor-Kirche. Am 12. November 836 erhielt sie ihre feierliche Weihe. Ludwig der Fromme besuchte mit seiner Familie die neugeweihte Kirche.