Die preußische Zeit - Arenberg

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Die preußische Zeit

Koblenz

Die preußische Zeit

Das Jahr 1814 brachte nach den Befreiungskriegen erneut eine geschichtliche Wendung. Die Inschriften auf dem Kastor-Brunnen erinnern daran. Am 1. Januar 1814 verließ der letzte fr; Präfekt die Stadt, am 2. Januar nahm General St. russischer Stadtkommandant sie in Besitz.
Am 6. Dezember zog der General von Gneisenau in den Von-der-Leyen ein. Auf dem Wiener Kongreß (1814/15) hatte Preußen linke Rheinufer bis zur Saar erhalten.

So wurde im J Koblenz Sitz des Oberpräsidenten und im Jahre 1830 der Rheinprovinz. Einschneidende Bedingungen für dii Stadtentwicklung brachten die militärischen Bauten. wurde Garnisons- und Festungsstadt, mit starken An den umliegenden Höhen, mit Wällen und Toren, m gungsanlagen und Kasernen im engeren Stadtbereich Jahre 1890 bestand die Kabinettsorder, daß unmittelbs Wällen (die heutigen Straßenzüge des Friedrich-Ebert- l ringes) keine festen Bauten errichtet werden durften. späte Aufschließung der Stadt durch Straßen und Eii war bedingt durch ihre Lage im sogenannten strategis teld. Zur Beamten- und Garnisonstadt kamen schließ und Würde der Residenzstadt. Viele Jahre weilte in Ki spätere Kaiserin Augusta, der die Stadt mancherlei ( Hilfe und nicht zuletzt die Schaffung ihrer schönen Rhf verdankt.

Durch ihre verkehrsgünstige Lage blieb die Stadt ein Handelsplatz. Sie besaß eine Reihe bedeutender Unt vor allem im Weinhandel und im Agentur- und Speditior Bereits in den 80er Jahren drängten Handelskamme weitsichtiges Koblenzer Handelshaus auf eine Moselkan Inzwischen hatte die Dampfschiffahrt eingesetzt. Das war  der Beginn des Fremdenverkehrs. In enger Verbindung Entwicklung standen die Niederlassung und der Au Verlagsbuchhandlung Carl Baedeker, deren Name ba erlangte. Die Stadt war Mittelpunkt des Dampfschif kehrs geworden. Sie erhielt eine Werft, einen Freil einen Sicherheitshafen in Neuendorf. Schließlich ke einem Neuaufbau der gesamten Werftanlagen auf di Moselseite. Lange Zeit war die von Kurfürst Baldui Moselbrücke die einzige feste Brücke der Stadt. 1818 dem Rhein die Schiffbrücke die alte sogenannte , Brücke" ab, 1864 wurde die erste feste Rheinbrücke, d dorfer Brücke, gebaut, 1878 folgte der Bau der H( Brücke.
Endlich begann um das Jahr 1890 mit dem Abbruch der preu­ßischen Tore und der Befestigungsanlagen die intensive und vor allem die extensive Ausweitung der Stadt.  Um die Jahrhundert­wende entstanden neue Stadtteile und mit ihnen ihre Kirchen:
St.-Josefs-Kirche, Herz-Jesu-Kirche, Christuskirche; Stadthalle und Hauptbahnhol' wurden errichtet. Es erfolgten schließlich auch die Eingemeindungen der Vororte. Während Koblenz-Lützel, Neu­endorf und mit einer Unterbrechung (1857 - 1902) auch Moselweiß bereits seit alters her zur Markgenossenschaft gehörten, kamen Wallersheim im Jahre 1922, Ehrenbreitstein, Niederberg, Pfaffen­dorf, Horchheim und Metternich 1937 zum Stadtgebiet.
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