Arenberg

 

 

Arenberg liegt auf der rechten Rheinseite und ist seit 1970 ein Stadtteil von Koblenz.

Erstmals erw├Ąhnt wird Arenberg am 01.07.868 in einer Urkunde, mit der K├Ânig Ludwig der Deutsche dem Hof Overanberg mit allen Rechten dem St.Marien-Kloster Herford schenkt. 1226 beauftragte die ├äbtissin des Klosters einen Ritter der m├Ąchtigen Familie derer von Helfenstein mit der Verwaltung des Klosterbesitzes.

Die Helfensteiner bem├╝hten sich in den n├Ąchsten Jahrhunderten, den Hof als Lehen in Erbpacht zu ├╝bernehmen. Sie hatten sowieso schon von dem Trierer Kurf├╝rsten die Gerichtsbarkeit ├╝ber die D├Ârfer Arenberg und Immendorf erhalten.

Ende des 13. Jahrhunderts bauten sich die Helfensteiner in der N├Ąhe, im Wald, ein Wasserschloss. Sie nannten sich seit damals Ritter von M├╝hlenbach. Die Burg ├╝bersteht den 30j├Ąhrigen Krieg aber nur als Ruine.

Es gab heftige Auseinandersetzungen um den Dinghof Overanberg, an denen sich auch die jeweiligen Kurf├╝rsten von Trier beteiligten. 1692 stimmte das Kloster in Herford endlich dem Verkauf an Kurtrier zu. Neben dem Kurf├╝rsten fungierten nun die M├╝hlenbacher Erben als Ortsherren.

Nach der franz├Âsischen Revolution wurde die Herrschaft M├╝hlenbach vor├╝bergehend nassauisch, in der preussischen Zeit fiel der Hof Overanberg an mehrere Privatbesitzer.

Durch Arenberg f├╝hrte ein wichtiger Handelsweg von K├Âln ├╝ber Siegburg, Montabaur und Limburg nach Frankfurt. An dieser Strasse stand nahe beim Hof Overanberg seit 1630 das Wirtshaus zum "Roten Hahn". Im Volksmund wurde dieser Name auch oft f├╝r die wenigen Bauernh├Ąuser, die sich in der N├Ąhe befanden, verwendet.

Noch 1807 wohnten in Arenberg nur 30 Familien. Die Bebauung des alten Handelsweges im heutigen Ortsbereich setzte erst unter Pfarrer Johann Baptist Kraus ein. Dieser engagierte und f├╝r die Entwicklung von Arenberg so wichtige Priester machte in den fast 60 Jahren seines Wirkens aus dem abgelegenen Bauernnest einen bekannten Wallfahrtsort.

Er wurde 1805 in Vallendar geboren und wirkte von 1834 bis zu seinem Tode am 16.03.1893 in Arenberg. Nach dem Bau der Schule Foto begann er 1845 mit der Anlage der Heiligen Orte von Arenberg. In einem k├╝nstlich angelegten Naturpark wollte er die Heilst├Ątten Gottes und der Heiligen den Menschen anschaulich vor Augen f├╝hren.

Unter der tatkr├Ąftigen Mitwirkung seiner Gemeinde entstanden ├╝ber 60 Kapellchen, Grotten und Bildst├╝cke, die zum Teil noch heute zu besichtigen sind. Leider werden aber die mit viel Aufwand restaurierten Anlagen oft von Vandalen wieder zerst├Ârt.

Pfarrer Kraus wurde bei der Vollendung seines Werkes von der Kaiserin Augusta unterst├╝tzt, die auch ihre Freunde unter den Bad Emser Kurg├Ąsten, das ja nur wenige Kilometer entfernt ist, u.a. F├╝rsten- und Zarenfamilien, als Bewunderer und Spender nach Arenberg schickte.

Durch die vielen Besucher ab 1852 ver├Ąnderte sich das Ortsbild von Arenberg nachhaltig. An den Zugangsstrassen etablierten sich Gasth├Ąfe, Restaurants, Cafes und Andenkengesch├Ąfte.

1860 kr├Ânte Pfarrer Kraus sein Lebenswerk mit der Grundsteinlegung zur neuen Pfarr- und Wallfahrtskirche. Am 26.09.1868 wurde dann die damals nur halb fertige Kirche konsekriert. Die Kirche wurde im neuromanischen Stil erbaut und ersetzte ein armseliges Dorfkirchlein.

Im 20. Jahrhundert nahm die Zahl der Wallfahrer, bedingt auch durch Kriegs- und Zeiteinwirkungen, ab. Heute ist Arenberg ein beliebter Wohnort. Man ist schnell in der Stadt, aber genauso nahe ist auch der Wald und die Natur. Es gibt viele Vereine f├╝r alle Interessen, eine Grundschule und die wichtigsten Gesch├Ąfte f├╝r den pers├Ânlichen Bedarf.

heutige Landkarte

G├Ąstebuch

Andenken und Rarit├Ąten (Baustelle/Test)

 

www.besucherzaehler-homepage.de 

Beitr├Ąge und Bilder meines Grossvaters Matthias Lemaire unterliegen dem 

Urheberrecht und d├╝rfen ohne meine Zustimmung nicht 

anderweitig ver├Âffentlicht werden.

        .

[Arenberg] [Arenberg-Immendorf] [Geschichte Immendorf] [Limes] [Koblenz] [Ehrenbreitstein] [Bad Ems] [Geschichte des kurf├╝rstentum Trier] [Links]